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Balkonkraftwerk-Eigenverbrauch erhöhen: Strom nutzen, wenn er entsteht

Ein Balkonkraftwerk spart vor allem dann Geld, wenn sein Strom im selben Moment im Haushalt gebraucht wird. Ohne Speicher fließt überschüssige Energie ins Netz. Bei der vereinfachten Anmeldung gibt es dafür im Regelfall keine Vergütung. Der Hebel ist also nicht nur mehr Erzeugung, sondern ein besserer Eigenverbrauch.

Erst den Tagesverlauf verstehen

Prüfe, welche Geräte tagsüber ohnehin laufen: Kühlschrank, Router und andere Dauerverbraucher bilden die Grundlast. Waschmaschine, Geschirrspüler oder Ladegeräte lassen sich teilweise verschieben. Miss oder schätze deren Bedarf, bevor du Routinen änderst. Eine Geräte-Leistung in Watt und der Energieverbrauch in kWh sind verschiedene Größen.

Verbraucher sinnvoll verschieben

Sicherheit und Alltag gehen vor. Lasse Geräte nicht unbeaufsichtigt laufen, wenn ihre Bedienungsanleitung davon abrät. Schalte keine zusätzlichen Stromverbraucher nur ein, um „Solarstrom zu verbrauchen“: Das erhöht den Gesamtverbrauch und spart nichts.

Beispielrechnung

Ein Gerät benötigt 1 kWh für einen Durchlauf. Wenn davon 0,4 kWh während der Solarproduktion gedeckt werden, vermeidest du 0,4 kWh Netzbezug. Bei einem angenommenen Strompreis von 0,30 Euro/kWh wären das 0,12 Euro für diesen Durchlauf. Der tatsächliche Wert hängt von Ertrag und Gleichzeitigkeit ab; er ist keine feste Ersparnis pro Waschgang.

Nicht überoptimieren

Eine etwas kleinere Anlage, deren Strom du oft nutzt, kann wirtschaftlicher sein als ein großes Set mit viel Überschuss. Ebenso kann eine Westausrichtung zum Abendverbrauch passen, obwohl sie nicht den höchsten Jahresertrag liefert. Vergleiche daher Ausrichtung, Grundlast und die Anschaffungskosten gemeinsam.

Nutze für Varianten den Rechner mit konservativen Annahmen zum Eigenverbrauch.

Quelle