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Balkonkraftwerk bei Schatten: So prüfst du den Standort

Bei einem Balkonkraftwerk mit Verschattung kann ein größeres Modul schlechter abschneiden als ein kleineres an einem freien Platz. Entscheidend sind Zeitpunkt, Dauer und Form des Schattens. Ein Foto zur Mittagszeit reicht zur Standortwahl selten aus.

Welche Schatten häufig übersehen werden

Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass selbst eine kleine, dauerhafte Teilverschattung starke Ertragsverluste verursachen kann. Wie stark, hängt von Modulaufbau, elektrischer Verschaltung und Wechselrichter ab. Eine pauschale Prozentzahl für jeden Standort wäre unseriös.

Standorttest ohne Messgerät

Markiere die geplante Modulfläche und fotografiere sie morgens, mittags und nachmittags. Wiederhole das möglichst an einem klaren und einem bewölkten Tag. Notiere, wann Schattenkanten über Zellen wandern. Ein Schatten am frühen Morgen kann weniger ins Gewicht fallen als einer über mehrere Stunden der Hauptproduktionszeit.

Bei einem Balkon lohnt ein zweiter Blick im Winter: Die Sonne steht tiefer, während die obere Balkonplatte dieselbe Position behält. Wenn du die Anlage erst im Sommer kaufst, berücksichtige diesen Unterschied in deiner Ertragsschätzung.

Was hilft gegen Verschattung?

  1. Standort verschieben: Wenige Zentimeter oder eine andere Montagehöhe können mehr bringen als ein teureres Modul.
  2. Kleinere Module wählen: Ein passendes, freies Modul ist oft sinnvoller als eine große, teilweise verdeckte Fläche.
  3. Module getrennt betrachten: Bei zwei Flächen mit unterschiedlichen Schattenzeiten kann ein Wechselrichter mit passenden getrennten Eingängen hilfreich sein. Prüfe das Datenblatt.
  4. Erwartung anpassen: Plane konservativ, wenn der Schatten baulich nicht vermeidbar ist.

Wenn du zwei mögliche Plätze hast, vergleiche nicht nur Wattpeak. Entscheidend ist der nutzbare Ertrag am konkreten Ort. Lies dazu Ausrichtung: Süd, Ost oder West? und rechne mit einem vorsichtigen Ertragswert im Rechner.

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