Balkonkraftwerk beim Umzug: Abbau, neuer Standort und Registrierung
Ein Balkonkraftwerk kann beim Umzug mitgenommen werden. Gerade für Mieter ist das ein Vorteil. Plane den Wechsel dennoch wie eine neue Installation: Der neue Balkon, Stromkreis und die Befestigung müssen wieder passen, und die registrierten Standortdaten müssen aktualisiert werden.
Vor dem Abbau dokumentieren
Fotografiere Module, Halterung, Kabelweg und Typenschilder. Bewahre Montageanleitung und Rechnungen auf. Trenne die Anlage gemäß Herstelleranleitung vom Netz und baue sie nur bei sicherem Zugang ab. Arbeiten an der Steckdose oder festen Elektroinstallation gehören einer Elektrofachkraft.
Prüfe, ob eine Halterung für den neuen Geländertyp geeignet ist. Eine bisher sichere Befestigung am Stahlgeländer lässt sich nicht automatisch auf Glas, Holz oder eine gedämmte Fassade übertragen. Beschädigte Klemmen und verwitterte Kabel sollten nicht erneut verwendet werden.
Den neuen Standort beurteilen
Vergleiche Ausrichtung, Schatten und Platz. An der neuen Wohnung kann dieselbe Anlage deutlich mehr oder weniger Strom liefern. Auch die Steckdose und der Stromkreis müssen geeignet sein. Bei einer Mietwohnung besprich die konkrete Montage vorab mit dem neuen Vermieter; bei Wohnungseigentum kann die Ausführung innerhalb der Gemeinschaft abzustimmen sein.
Eine kurze Anfrage an den Vermieter mit Fotos und Montageskizze erleichtert die Abstimmung.
Eintrag im Marktstammdatenregister ändern
Eine registrierte Anlage einfach am alten Standort stehen zu lassen, obwohl sie bereits an einem anderen betrieben wird, führt zu falschen Daten. Melde die Standortänderung beziehungsweise den neuen Inbetriebnahmeort im Marktstammdatenregister nach dessen aktuellem Portalverfahren. Halte neue Adresse und Zählerdaten bereit. Bei Unsicherheit helfen die Hilfeseiten des Registers.
Wenn die Anlage verkauft oder dauerhaft stillgelegt wird, ist ebenfalls eine passende Änderung im Register nötig. Zur erstmaligen Registrierung findest du die Schritte unter Balkonkraftwerk anmelden.